Regionalbauernverband RBV Westsachsen e. V.
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17.01.2015

Sind Landwirte wirklich böse?

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Mit dem Ausstieg der Bundesregierung aus der Atomkraft ist den GRÜNEN in den letzten Jahren ihr wichtigstes Betätigungsfeld abhanden gekommen. Nach eigenen Aussagen steht nun die ”Agrarwende“ ganz oben auf ihrer Liste.

Durch ständiges Wiederholen falscher Behauptungen wir seit Monaten Stimmung gegen die Landwirtschaft gemacht. Mit Schlagworten wie ”industrielle Landwirtschaft“, ”Doping im Stall“, “Massentierhaltung“ oder ”gülleverseuchte Äcker“ wird versucht, die Bevölkerung gegen die moderne Landwirtschaft aufzubringen.

Tausende Verbraucher fühlen sich mittlerweile von den emotional geführten ”Hetz-Kampagnen“ aufgrund der zunehmend breiteren Berichterstattung in den Medien angesprochen und halten die darin verbreiteten Unwahrheiten für zutreffend.

Nach der mittlerweile vorherrschenden öffentlichen Meinung quälen Landwirte Tiere, vergiften Böden und verschmutzen die Umwelt!

Beflügelt von der Hetze kommt es immer häufiger vor, dass Tierschützer in Ställe einbrechen, um vermeintliche Missstände zu dokumentieren. Sie nennen das Einbrechen verharmlosend ”Einschleichen“. Mit Stellenanzeigen im Internet werden in aller Öffentlichkeit Helfer für Stalleinbrüche gesucht. Das durch die Einbrüche beschaffte Filmmaterial wird dann an Fernsehsender verkauft. Durch den Ankauf und das Zeigen der illegal entstandenen Aufnahmen wird das strafbare Verhalten der Tierschützer bagatellisiert und zu weiteren Stalleinbrüchen und Rechtsverstößen geradezu animiert.

Man stelle sich vor, Landwirte würden vergleichbares tun. Sie würden über Stellenanzeigen Gleichgesinnte suchen, die mit ihnen in die Wohnungen der Tierschützer einbrechen, um zu prüfen, ob deren Kinder regelmäßig Zugang zu kindgerechter Nahrung haben, ob sich die Kinder ausreichend bewegen, ob sie jugendgefährdende Filme schauen, pünktlich ins Bett gehen, oder ob sie gar geschlagen werden? Der Aufschrei in der Bevölkerung wäre zu Recht groß. Wenn Tierschützer aber in Ställe einbrechen, um vermeintliche Missstände aufzudecken, dann werden sie als Helden gefeiert und präsentieren sich stolz und unvermummt in den Medien!

Leider gibt es auch in der Landwirtschaft ”schwarze Schafe“, aber nicht mehr und nicht weniger als in anderen Branchen. Tierhalter wie Straathof beeinflussen allerdings das öffentliche Bild eines gesamten Berufsstandes und liefern der Politik auch noch das notwendige Alibi, um die Auflagen für alle Betriebe weiter zu verschärfen.

Um eines klarzustellen, wenn Landwirte nachgewiesen gegen Gesetze verstoßen, müssen diese Gesetzesverstöße geahndet werden! Dies ist aber Aufgabe der zuständigen Behörden und nicht der vermeintlichen Tierschützer. Gesetze gelten für alle Landwirte und sind einzuhalten. Wer das nicht tut, muss mit Konsequenzen rechnen. Illegales Handeln Einzelner beschädigt das Image eines ganzen Berufsstandes.

Landwirte sind keine Tierquäler, vergiften ihre Böden nicht und verschmutzen auch nicht die Umwelt! Sie üben ihren Beruf mit Leidenschaft und Engagement aus. Sie wirtschaften seit Jahrhunderten nachhaltig, egal ob Groß oder Klein, Bio oder Konventionell!



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