Regionalbauernverband RBV Westsachsen e. V.
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26.05.2015

Jagdgenossenschaften frischen Wissen auf

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Vergangene Woche fand im Braugut Hartmannsdorf die jährliche gemeinsame Informationsveranstaltung der Regionalarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Chemnitz-Mittweida-Zwickau (RAG) und der Unteren Jagdbehörden statt. Fast 100 Vertreter von Jagdgenossenschaften der Stadt Chemnitz, des Altkreises Mittweida und des Landkreises Zwickau waren gekommen, um aktuelle Informationen rund um die Arbeit der Jagdgenossenschaften zu erhalten.

Als Gäste konnten Gunther Zschommler, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (LAGJE), Frank Freiberg, Stellvertretender Vorsitzender der LAGJE sowie Alexander Stöppler, Untere Jagdbehörde Zwickau begrüßt werden.

Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden der RAG, Konrad Auerswald, informierte der Vorsitzende der LAGJE, Gunther Zschommler, über Aktuelles aus der Bundesarbeitsgemeinschaft und der Landesarbeitsgemeinschaft. In den Vordergrund seiner Ausführungen stellte Zschommler den Schutz des Grundeigentums, als wichtigen Garant in einer demokratischen Gesellschaft. Weiterhin ging Zschommler auf das Überwachungsprogramm beim Schwarzwild, die Akzeptanz der Jagd in der Gesellschaft, die Bereitstellung der Katasterdaten für die Jagdgenossenschaften, die Freiberger Erklärung und die Wolfsproblematik in Sachsen ein.

Im Fortgang referierte Frank Freiberg zur Zusammenarbeit von Landwirt, Jäger und Jagdgenossenschaft bei der Wildschadenminimierung. Er führt aus, dass mit dem Thema Schwarzwildschäden viel Politik gemacht wird. Wildschaden wird aber nicht ausschließlich von Schwarzwild verursacht. Mittlerweile sind es auch andere Tiere, die Schaden anrichten. Um entstandene Schäden zu erfassen und zu regulieren, bedarf es einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligten. Klare Verhältnisse und Abgrenzungen der Befugnisse sind dabei unumgänglich. Freiberg betonte, dass die Arbeit der Jagdgenossenschaften entsprechend der Satzung zu erfolgen hat. Die Mitglieder der Jagdgenossenschaft sollten ein vertrauensvolles Verhältnis zum Vorstand haben. In diesem Zusammenhang ging Herr Freiberg auch auf die Bedeutung der Jagdpachtverträge ein.

Alexander Stöppler von der Unteren Jagdbehörde Zwickau ergriff als letzter Redner das Wort. Er referierte unter anderem zu den rechtlichen Grundlagen der Zusammenarbeit von Jagdgenossenschaften und Jagdbehörde. Er ging unter anderem auf die Aufgaben der Jagdgenossenschaften und auf die Bedeutung der Jagdpachtverträge ein. Stöppler führte aus, dass die Rechtsaufsicht der Jagdbehörde ein Informations-, Beanstandungs- und Anordnungsrecht beinhaltet. Er betonte zum Schluss seines Vortrages, dass die Jagdbehörde ein partnerschaftlicher Beistand für die Jagdgenossenschaften sein möchte, um die Jagdvorstände bei ihrem anspruchsvollen Ehrenamt zu unterstützen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Würdigung des langjährigen Vorsitzenden der Regionalarbeitsgemeinschaft. Zur letzten Vorstandswahl vor zwei Jahren hatte der Vorsitzende der RAG, Konrad Auerswald, darum gebeten, zur Mitte der Wahlperiode das Amt in jüngere Hände legen zu dürfen. Dieser Bitte ist die RAG natürlich nachgekommen. In der letzten Vorstandssitzung hatte sich Reik Rudolph, Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft Chemnitz-Rabenstein, bereit erklärt, zukünftig das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen. In einer Laudatio würdigte der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft, Gunther Zschommler, das Wirken des Vorsitzenden. Für seine herausragenden Verdienste um die Interessenvertretung der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer wurde Konrad Auerswald zum Ehrenmitglied der RAG ernannt.



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